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Gemeinde Dörfles-Esbach

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96487 Dörfles-Esbach

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Dienstag
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Information zur 380-kV-Leitung

Dörfles-Esbach drohen eine zweite 380-kV-Leitung und eine Gleichstromleitung

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wie Sie den Tageszeitungen vom 04. und 05.11.2015 entnehmen konnten, wurde eine neue 380-kV-Leitung ins Gespräch gebracht. Von Altenfeld bis zur Landesgrenze Thüringen/Bayern wurde eine 380-kV-Trasse mit 4 Systemen gebaut. Die derzeit in Bau befindliche 380 kV-Leitung von Schalkau bis zum Umspannwerk Redwitz, die an Dörfles-Esbach vorbeiläuft, ist nur mit 2 Systemen ausgestattet. Im Netzentwicklungsplan für das Jahr 2024 war bisher die sogenannte Trasse P 44 enthalten, die direkt von Schalkau durch den nördlichen Landkreis Coburg und den Landkreis Haßberge zum mittlerweile stillgelegten Kernkraftwerk Grafenrheinfeld führen sollte. Derzeit befindet sich der Netzentwicklungsplan für das Jahr 2025 im sogenannten Konsultationsverfahren.

Überraschenderweise geht man nunmehr davon aus, dass diese Leitung P 44 politisch nicht durchsetzbar ist (wo diese politische Diskussion stattgefunden hat und wer sie geführt hat, ist uns nicht bekannt). Deshalb hat nunmehr die Politik der Fa. Tennet den Auftrag gegeben, Alternativen für diese Leitung P 44 zu entwickeln. Überraschenderweise wurde jetzt eine Aufrüstung der noch in Bau befindlichen 380 kV-Leitung von Schalkau über Dörfles-Esbach Richtung Redwitz in die Planung eingebracht mit der Bezeichnung „P44 mod“. Diese in zwei Varianten:

1. Abriss der erst in diesem Herbst aufgestellten Masten von Schalkau bis Redwitz und Ersatz durch größere Masten (ähnlich wie südlich von Erfurt) auf der nunmehr bereits bestehenden Trasse.

2. Neubau einer Trasse parallel zur bestehenden Trasse in 60 m Abstand (d. h. 60 m näher an Dörfles-Esbach).

Außerdem ist aus dem Netzentwicklungsplan 2025 zu entnehmen, dass in einer Szenariovariante zusätzlich zu dieser zweiten 380-kV-Leitung auch noch eine der beiden Nord-Süd-Gleichstromtrassen entlang der bestehenden 380-kV-Trasse geplant ist (Name: DC5/DC6).

Dies würde bedeuten, dass über den Esbacher See und das letzte verbleibende Gewerbegebiet von Dörfles-Esbach mit zwei weiteren Trassen gebaut werden, nur noch näher an Dörfles-Esbach.

Wir, die betroffenen Bürgermeister von Rödental, Dörfles-Esbach, Coburg, Ebersdorf bei Coburg, Sonnefeld, Weidhausen bei Coburg, Marktgraitz und Redwitz haben uns gleich am 04.11.2015 zusammengesetzt, und das weitere Vorgehen besprochen. Wir sind uns einig, dass die Leitung nur verhindert werden kann, wenn im laufenden Konsultationsverfahren für den Netzentwicklungsplan 2025 möglichst Zehntausende von ablehnenden Stellungnahmen aus dem betroffenen Bereich eingehen. Diese Stellungnahmen müssen bis spätestens 13.12.2015 auf der Internetseite www.netzentwicklungsplan.de möglichst von jedem einzelnen Bürger vorgebracht werden. Hierbei geht es weniger um die Substanz der Einwendungen, sondern mehr um die Masse der Einwendungen. Die Verantwortlichen müssen erkennen, dass sie mit stärkstem Gegenwind zu rechnen haben.

Ich rufe deshalb jeden einzelnen Bürger von Dörfles-Esbach auf, auf der Seite www.netzentwicklungsplan.de Einwendungen gegen die Trassen „P44 mod“ und „DC5/ DC6“ zu erheben.

Auf dieser Internetseite befindet sich rechts ein Button „Zur Konsultation“. Diesen klicken Sie bitte an. Auf der nächsten Seite gibt es Infos zur Konsultation und eine orangegeschriebene Zeile „Hier gelangen Sie direkt zur Möglichkeit Ihre Stellungnahme abzugeben“. Diesen Satz klicken Sie an. Auf der nächsten Seite mit der Überschrift „Konsultation 2015“ ist die Vorgehensweise für die Erhebung einer Einwendung erläutert. Wenn Sie auf dieser Seite nach unten scrollen, können Sie sich direkt über diese Seite registrieren und auf den weiteren Seiten Ihre Einwendungen vorbringen.

Stichtag ist der 13.12.2015.

Auf der Grundlage dieser Einwendungen wird der zweite Entwurf zum Netzentwicklungsplan 2025 erarbeitet. Dieser findet dann Eingang in den Bundesbedarfsplan, in dem von der Bundesregierung die künftig notwendigen Trassen festgeschrieben werden. Von dieser Festlegung wird es dann keine Abweichungen mehr in großem Maße geben, sondern auf dieser Grundlage werden dann die erforderlichen Raumordnungsverfahren und das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. D. h. die grundsätzlichen Trassen sind bereits festgelegt und es geht in diesen beiden genannten Verfahren nur noch darum, ob die Trassen ein paar Meter nach links oder nach rechts verschoben werden.

Ich bitte alle Dörfles-Esbacher eindringlich einzeln und pünktlich bis zum 13.12.2015 Einspruch gegen diese geplanten Trassen „P44 mod“ und „DC5/ DC6“ zu erheben. Wir müssen diese Trassen verhindern, denn sie stellen den „Todesstoß“ für alle weiteren Entwicklungen der Gemeinde Dörfles-Esbach dar.

Ihr

Udo Döhler

1 Bürgermeister