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Gemeinde Dörfles-Esbach

Rosenauer Str. 12

96487 Dörfles-Esbach

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E-Mail: info(at)doerfles-esbach.de

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Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag:
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Dienstag
15:00 Uhr bis 17:45
oder nach telefonischer Terminvereinbarung

Einwendungsmöglichkeiten gegen Netzentwicklungsplan 2025

Netzentwicklungsplan 2025 – Der Gemeinde Dörfles-Esbach drohen weitere Leitungen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 durch den Netzentwicklungsplan 2025 der Bundesnetzagentur drohen der Gemeinde weitere bis zu 3 „Monster“-Leitungsprojekte. Bitte machen Sie von der Möglichkeit Gebrauch im laufenden Konsultationsverfahren Ihre Einwände gegen diese Planungen vorzubringen.

Die Einwendungen müssen bis spätestens 13.12.2015 auf der Internetseite www.netzentwicklungsplan.de möglichst von jedem einzelnen Bürger vorgebracht werden.

Vorgehensweise im Internet:

Auf dieser Internetseite befindet sich rechts ein Button „Zur Konsultation“. Diesen klicken Sie bitte an. Auf der nächsten Seite gibt es Infos zur Konsultation und eine orangegeschriebene Zeile „Hier gelangen Sie direkt zur Möglichkeit Ihre Stellungnahme abzugeben“. Diesen Satz klicken Sie an. Auf der nächsten Seite mit der Überschrift „Konsultation 2015“ ist die Vorgehensweise für die Erhebung einer Einwendung erläutert. Wenn Sie auf dieser Seite nach unten scrollen, können Sie sich direkt über diese Seite registrieren. Wenn Sie Ihre persönlichen Daten eingetragen haben drücken Sie auf „Weiter“. Auf der folgenden Seite klicken Sie Einspruch gegen „NEP 2025“ an und geben Ihre Einwände (bis zu 2000 Zeichen) ein. Dann drücken Sie auf „Absenden“. Anschließend bekommen Sie eine Bestätigungs-E-Mail auf die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse. In dieser E-Mail klicken Sie bitte dann noch auf den blau unterlegten Link. Damit ist Ihr Einwand bestätigt.

Bitte beachten Sie, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal benutzt werden kann.

Auf der Seite, auf der Sie Ihre Daten eingeben müssen, kann man rechts oben die bisher eingegangenen Stellungnahmen einsehen und sich Anregungen für den Einwand holen.

Schriftliche Einwendungen:

Wer keine Möglichkeit hat, Einwände über das Internet vorzubringen, nutzt bitte das in der vergangenen Woche an jeden Haushalt verteilte Formblatt. Dieses können Sie in der Gemeindeverwaltung abgeben. Wir werden Ihre Einwände dann an die Bundesnetzagentur senden.

Bitte beachten Sie, dass Ihre schriftlichen Einwände schon spätestens am 10.12.2015 bei uns im Rathaus sein müssen, da wir noch die Postlaufzeit berücksichtigen müssen. Der 13.12. ist ein Sonntag so dass wir die Post rechtzeitig einsenden müssen.

Nachfolgend sind einige Textbausteine, die Sie für Ihre Einwendungen nach Ihrer Wahl verwenden können, abgedruckt.

Textbausteine „Einwände gegen die Projekte P44 mod und DC5/DC6“:

Ich erhebe aus folgendem Grund/ folgenden Gründen Einwände gegen die Projekte P44 mod und DC5/DC6 im Netzentwicklungsplan 2025:

·         Dem, bereits seit einiger Zeit laufenden Verfahren, mangelt es an Transparenz.

 

·         Sowohl die Bürger der Gemeinde Ebersdorf b.Coburg als auch die des Landkreises Coburg sind bereits jetzt durch die bestehende 380 kV-Leitung, die BAB A 73 und die ICE-Trasse über Gebühr belastet. Die Gemeinde Dörfles-Esbach trägt schon heute mehr als alle anderen Gemeinden die Lasten der Infrastrukturprojekte der deutschen Einheit und der Energiewende.

 

·         In den für die Planung herangezogenen Szenarien werden meines Erachtens falsche Annahmen zu Grunde gelegt. So könnte die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken einen weiteren Netzausbau nicht erforderlich werden lassen.

 

·         Der zu erwartende technische Fortschritt hinsichtlich neuer Speichertechnik und eine mögliche Reduzierung des zukünftigen Verbrauchs sind nur unzureichend berücksichtigt.

 

·         In den Szenarien spielt der Stromexport eine wesentliche Rolle, in einer Abwägung muss den Schutzbelangen von Mensch und Natur immer Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Netzbetreiber eingeräumt werden.

 

·         Den Netzbetreibern geht es nicht vorrangig um Versorgungssicherheit. Dies erkennt man daran, dass auch nach Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld (Mitte 2015) die Lichter nicht ausgegangen sind, obwohl die Leitung Altenfeld – Redwitz erst Ende 2015 ans Netz geht.

 

·         Planvolles Handeln sieht anders aus. Wer ist dafür verantwortlich, dass eine neue Leitung, direkt neben einer im Bau befindlichen Leitung errichtet werden soll oder diese Leitung noch einmal abgerissen werden müsste?

 

·         Durch die geplanten Vorhaben erhält man so keinen Ringschluss. Sollte im Katastrophenfall ein Naturereignis für eine Unterbrechung der Stromversorgung verantwortlich sein, sind beide Leitungen gleichzeitig betroffen. Das Umspannwerk Redwitz kann aus Kapazitätsgründen keine weitere Leitung aufnehmen.

 

·         Bei einer Bündelung der Leitungen werden die bisher vorgegebenen Mindestabstände nicht mehr eingehalten, gerade bei Dörfles-Esbach kommt man nicht mehr durch.

 

·         Schutzgüter Mensch, Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt, Boden und Landschaft werden durch neuen Leitungen in unzulässiger Weise betroffen. Ein neuer Kahlschlag quer durch den östlichen Landkreis Coburg und den Landkreis Lichtenfels sowie erhebliche Umweltauswirkungen wären die Folge.

 

·         Der Neubau, ob als Freileitung oder Erdkabel, hätte weitere, erhebliche Beeinträchtigungen zur Folge und würde die Zerstörung der Landschaft weiter vorantreiben. Die Erholungsräume von Dörfles-Esbach (Esbacher See, Rosenau, Itzgrund, Bausenberg) würden zusätzlich stark beeinträchtig.

 

·         Der Gemeinde Dörfles-Esbach wird jede Entwicklungsmöglichkeit genommen.

 

·         Die Verlegung der Leitungen als Erdkabel wird zu keiner Akzeptanz in der Bevölkerung führen. Die gesundheitlichen Risiken einer Erdverkabelung für Mensch und Natur sind bisher nicht hinreichend geprüft. Auch wird dadurch der Flächenverbrauch nicht minimiert.

 

Ihr

Udo Döhler

1. Bürgermeister