Information zum Netzentwicklungsplan 2030

Information zum Netzentwicklungsplan 2030

 

Der Bürgermeister informiert:

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Konsultation zum Netzentwicklungsplan 2030 hat begonnen

 

Am 31.01.2017 wurde der neue Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur vorgestellt. Darin enthalten sind auch die alternativ zu einander stehenden Projekte P 44 und P 44 mod.

Das Projekt P 44 mod würde die Gemeinde Dörfles-Esbach im vollen Umfang treffen, der Trassenverlauf ist wohl in weiten Teilen identisch mit der bereits stehenden 380-kV-Leitung.

 

Wie bereits im Dezember 2015 haben nun noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwände zu erheben. Dies muss im Rahmen des sog. Konsultationsverfahrens bis zum 28.02.2017 geschehen.

 

Den Link zur Teilnahme finden Sie auf der Start-Seite www.netzentwicklungsplan.de – „jetzt teilnehmen“ anklicken, Sie werden durch das Prozedere geführt.

 Sollten Sie Ihre Stellungnahme per Post schicken wollen, adressieren Sie den Brief bitte an:

Netzentwicklungsplan Strom
Postfach 10 05 72
10565 Berlin

(Päckchen oder Pakete werden nicht angenommen)


Die Gemeinde Dörfles-Esbach verkraftet keine weitere Leitung – ICE-Trasse – BAB A73 und 380-kV-Leitung sind genug!

 Bitte nehmen Sie teil und bringen Sie Ihre Einwände vor. Gerne können Sie in ihrer Stellungnahme die unten stehenden Textbausteine verwenden.

 Hier finden Sie einige Beispiele als Textbausteine für Ihre Einwände gegen

die Projekte P44, P 44 mod

 ·         Dem bereits seit einiger Zeit laufenden Verfahren mangelt es an Transparenz.

 ·         Sowohl die Bürger der Gemeinde Dörfles-Esbach als auch die des Landkreises Coburg sind bereits jetzt durch die bestehende parallel verlaufenden Trassen der 380 kV-Leitung, der BAB A 73 und der ICE-Trasse über Gebühr belastet. Der Bau einer zweiten Trasse oder noch schlimmer der Abriss der neugebauten Leitung mit dem damit verbundenen Neubau wäre ein Schildbürgerstreich und sind nicht hinnehmbar.

 ·         In den für die Planung herangezogenen Szenarien werden meines Erachtens falsche Annahmen zu Grunde gelegt. So könnte die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken einen weiteren Netzausbau überflüssig werden lassen.

 ·         Der zu erwartende technische Fortschritt hinsichtlich neuer Speichertechnik und eine mögliche Reduzierung des zukünftigen Verbrauchs sind nur unzureichend berücksichtigt.

 ·         In den Szenarien spielt der Stromexport eine wesentliche Rolle, in einer Abwägung muss den Schutzbelangen von Mensch und Natur immer Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Netzbetreiber eingeräumt werden.

 ·         Planvolles Handeln sieht anders aus. Wer ist dafür verantwortlich, dass eine neue Leitung, direkt neben einer im Bau befindlichen Leitung errichtet werden soll oder diese Leitung noch einmal abgerissen werden müsste?

 ·         Bei einer Bündelung der Leitungen werden die bisher vorgegebenen Mindestabstände nicht mehr eingehalten, gerade zwischen Dörfles-Esbach und Rödental und auch zwischen Weidhausen und Sonnefeld ist der Bau einer weiteren Trasse nicht mehr möglich.

 ·         Schutzgüter Mensch, Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt, Boden und Landschaft werden durch neuen Leitungen in unzulässiger Weise betroffen. Ein neuer Kahlschlag quer durch den östlichen Landkreis Coburg und den Landkreis Lichtenfels sowie erhebliche Umweltauswirkungen wären die Folge.

·         Der Neubau, ob als Freileitung oder Erdkabel, hätte weitere, erhebliche Beeinträchtigungen zur Folge und würde die Zerstörung der Landschaft weiter vorantreiben.

·        Die Verlegung der Leitungen als Erdkabel wird zu keiner Akzeptanz in der Bevölkerung führen. Die gesundheitlichen Risiken einer Erdverkabelung für Mensch und Natur sind bisher nicht hinreichend geprüft. Auch wird dadurch der Flächenverbrauch nicht minimiert.

 

Ihr

Udo Döhler

Erster Bürgermeister