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Nähen gegen Corona - Helfer gesucht

Pressemitteilung plus Beitrag für Landkreisfunk

 

Landratsamt Coburg, Lauterer Straße 60, 96450 Coburg

Pressestelle: Ansprechpartnerin Corinna Rösler

E-Mail: corinna.roesler@landkreis-coburg.de, Tel. 09561 514-1011, Fax 09561 514-891011

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 04.05.2020

Ehrenamtliche nähen für Ehrenamtliche

 

 

Über 80 Ehrenamtliche nähen auf den Aufruf des Koordinierungszentrums Bürgerliches Engagement des Landkreises Coburg hin zahlreiche Community-Masken. Eine von ihnen ist Nicole Bamberger-Alefeld: „Ich habe den Aufruf auf Facebook gelesen, dass ehrenamtliche Näherinnen für den Landkreis Coburg gesucht werden und nicht lange nachgedacht und mich gemeldet. Ich finde, wenn man in Notsituationen helfen kann, sollte man das auch tun.“

 

Die ersten dieser Masken sind nun fertig und wurden bereits an ehrenamtliche Helfer, die während der Corona-Krise beispielsweise ältere Menschen durch Einkäufe, etc. unterstützen, verteilt – getreu dem Motto „Ehrenamtliche nähen für Ehrenamtliche“.

 

Aber es wurde und wird weiter genäht und die Masken werden an Geschäfte in den Gemeinden und Städten im Landkreis Coburg verteilt, wo sie vorrangig an die älteren Bürgerinnen und Bürger kostenlos vergeben werden.

 

Das ist nur möglich, weil die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Coburg die Idee der beiden Initiatoren Hans-Joachim Lieb (Kreisrat) und Dr. Wolfgang Hasselkus (Kreisrat und Seniorenbeauftragter des Landkreises Coburg) großzügig finanziell fördert.

 

Kürzlich haben die beiden, gemeinsam mit Landrat Sebastian Straubel, die ersten von Ehrenamtlichen genähten Masken an Ilse und Herbert Heimann von der gleichnamigen Bäckerei übergeben. Mit den Filialen der Bäckerei Heimann wurden die ersten Geschäfte im Landkreis Coburg mit diesen Community-Masken versorgt. Sehr zur Freude von Bürgermeister Bernd Reisenweber, dessen Idee es war, diese nicht im Rathaus auszugeben, sondern da, wo alle Leute aktuell auch hin müssen. „Da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, nämlich sich etwas Leckeres zum Essen kaufen und gleichzeitig eine Maske bekommen“, sagt Reisenweber mit einem Augenzwinkern. „Ich bin nicht so gut im Nähen, sonst hätte ich mich bei der Aktion eingebracht“, räumt Ilse Heimann ein, „aber dafür unterstützen wir das Projekt eben auf diese Art und Weise. Wir helfen gerne, wo wir können.“

 

Die Masken sind jeweils mit einem „Beipackzettel“ hygienisch verpackt in kleine durchsichtige Tüten, die die Firma Frischmann Kunststoffe GmbH aus Eisfeld dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

 

„Die ehrenamtlichen Helfer, die solche Community-Masken nähen, leisten damit einen wichtigen Baustein, um andere zu schützen und  die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Und gerade der Gedanke, dass Ehrenamtliche für Ehrenamtliche nähen, ist eine schöne und sinnvolle Idee. Denn das macht deren Engagement für die älteren Menschen im Coburger Land noch sicherer“, so Landrat Sebastian Straubel. Und dass sich in den einzelnen Gemeinden und Städten Geschäfte bereit erklären, diese Masken an die Bürgerinnen und Bürger auszugeben, mache es für viele Menschen ein ganzes Stück leichter, an Masken zu kommen, deshalb bedankt sich der Landrat auch bei den Gewerbetreibenden für deren Unterstützung.

 

„Auf unsere Ehrenamtlichen im Coburger Land ist zu 100 Prozent Verlass, sie packen an und helfen uneigennützig wo es geht – das zeigt sich selbst in einer so herausfordernden Zeit wie der aktuellen. Wir können zu Recht stolz auf unsere Ehrenamtlichen sein“, freut sich Tanja Altrichter vom Koordinierungszentrum Bürgerliches Engagement.

 

Weitere Geschäfte, die Masken verteilen, sollen folgen. Inhaber, die sich an dieser Aktion gerne beteiligen und Masken in ihren Läden ausgeben möchte, können sich gerne unter Telefon 09561/514-2262 an das Landratsamt wenden.

 

Für die Masken wird kein Geld verlangt, wer das Projekt aber beispielsweise durch eine Spende unterstützen möchte, damit weitere Stoffe angeschafft und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiter Masken nähen können, kann sich ebenso ans Landratsamt, unter Telefon 09561/514-2262 wenden.

 

 

Bildtext1: Nicole Bamberger-Alefeld an ihrem heimischen „Näharbeitsplatz“

 

Bildtext 2: Bei der Übergabe der ehrenamtlich genähten Masken in Ebersdorf (von links): Landrat Sebastian Straubel, Bürgermeister Bernd Reisenweber, Ilse und Herbert Heimann, Hans-Joachim Lieb, Dr. Wolfgang Hasselkus sowie Danica Faber vom Sozialmanagement der Gemeinde Ebersdorf

 

09.04.2020

 

 

Nähen gegen Corona – freiwillige Helfer gesucht

 

 

Der Landkreis Coburg sucht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Pandemie sogenannte Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) nähen. Nach erfolgter Herstellung wird das Koordinierungszentrum Bürgerliches Engagement die Masken an Lebensmitteleinzelhändler im Landkreis Coburg verteilen, die dann die Masken an die Bevölkerung ausgeben.

 

„Wir müssen als Landkreis vorbereitet sein. Zu unser aller Schutz und vor allem zum Schutz der Personen in unserem Umfeld, können wir nicht vorsichtig genug sein. Das Robert Koch-Institut empfiehlt ein generelles Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um Risikogruppen zu schützen und den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Ich danke daher schon jetzt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an dieser außergewöhnlichen Nähaktion des Landkreises beteiligen“, betont Landrat Sebastian Straubel und weist zugleich auf die eingeschränkte Wirkungsweise solcher Mund-Nasen-Bedeckungen hin: „Nach Meinung der führenden Experten und auch des Robert-Koch-Institutes schützen selbstgenähte Masken nicht endgültig vor einer Ansteckung. Sie ersetzen die zentralen Schutzmaßnahmen, wie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen, die Hustenregeln und die Händehygiene nicht. Aber sie können die Infektionsgefahr zusätzlich reduzieren.“

 

Der Seniorenbeauftragte Dr. Wolfgang Hasselkus erläutert: „Diese Mund-Nasen-Bedeckungen schützen die Umgebung des Trägers, weniger den Träger selbst. Schon beim Sprechen können sich kleinste Partikel mit Krankheitserregern in der Luft verteilen. Wenn möglichst viele Menschen einen solchen Mundschutz tragen, kann die gegenseitige Ansteckungsgefahr durch die eigene Tröpfcheninfektion verringert werden. Ein Schutz vor Mund und Nase kann das Ansteckungsrisiko verringern.“

 

„Aufgrund der Versorgungsengpässe mit medizinischen Schutzmasken ist es im Moment hilfreich für die Bevölkerung auf solche Mund-Nasen-Bedeckungen zurückzugreifen“, so Kreisrat Hans-Joachim Lieb, der gemeinsam mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises Dr. Wolfgang Hasselkus die Aktion unterstützt.

 

„Hilfe können wir jede Menge gebrauchen! Diese Mund-Nasen-Bedeckungen sollten im besten Fall über ein bestimmtes Schnittmuster genäht werden, das wir den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zur Verfügung stellen werden. Das ehrenamtliche Projekt wird durch die Partnerschaft für Demokratie leben des Landkreises Coburg unterstützt“, erläutert Tanja Altrichter, Koordinierungszentrum Bürgerliches Engagement.

 

Interessierte Helferinnen und Helfer wenden sich an Tanja Altrichter, per Mail: tanja.altrichter@landkreis-coburg.de  oder telefonisch unter 09561 514-2262.

 

 

Infobox:

 

Unterschied zwischen MNS/MNB und FFP2-/FFP3-Masken:

 

Während ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) bzw. eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) primär andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln in der Ausatemluft desjenigen schützen soll, der einen MNS trägt (Fremdschutz), ist das Ziel von FFP2-/FFP3-Masken der persönliche Schutz des Trägers vor Infektionen, einschließlich solche, die durch mikroskopisch kleine Tröpfchen (Aerosole) übertragen werden.

 

Material für MNB:

 

Kommerziell und privat hergestellte MNB bestehen meist aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen und entsprechen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem MNS.

 

 

Bildtext:

Das Bild zeigt die beiden Initiatoren: Kreisrat Hans-Joachim Lieb und den Seniorenbeauftragten des Landkreises, Dr. Wolfgang Hasselkus.