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Gemeinde Dörfles-Esbach

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Freilaufende Hunde auf landwirtschaftlichen Flächen und Wiesen

Freilaufende Hunde auf landwirtschaftlichen Flächen und Wiesen

 

Viele Hundebesitzer sind sich nicht darüber bewusst, dass die Tiere ihre Notdurft weder in privaten Vorgärten noch in landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Äckern verrichten dürfen und ein Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen innerhalb der Vegetationsperiode besteht. So dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland in der Zeit des Aufwuchses und der Mahd bzw. Beweidung nicht betreten werden. Jeder Hundebesitzer hat dementsprechend dafür Sorge zu tragen, dass von seinem Hund keinerlei negative Auswirkungen auf Menschen und Natur ausgeht. Nach Artikel 30 Abs. 1 Bayerisches Naturschutzgesetz dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden. Diese Regelung gilt natürlich nicht nur für Menschen, sondern auch für mitgeführte und zu beaufsichtigende Hunde.

 

Jeder Hundehalter sollte sich in diesem Zusammenhang vergegenwärtigen, dass er mit einem solchen Verhalten gegen geltende Rechtsvorschriften verstößt. Nach Artikel 57 Abs. 2 Satz 2a und b Bayerisches Naturschutzgesetz kann das Verunreinigen von Grundstücken in der freien Landschaft mit einer Geldbuße mit bis zu 25.000 € geahndet werden. Das Betreten landwirtschaftlicher Flächen in der Nutzzeit außerhalb der dafür vorgesehenen Wege ist ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Auch wer seine Tiere, für die er verantwortlich ist, außerhalb eingezäunter Grundstücke ohne genügende Aufsicht oder Sicherung laufen lässt, begeht, wenn dadurch die Nutzung eines fremden landwirtschaftlichen Grundstückes gefährdet bzw. eingeschränkt ist, eine Ordnungswidrigkeit.

 

Allgemein gilt, dass die freie Landschaft keine Müllkippe ist. Artikel 38 BayNatSchG „Sauberhalten der freien Natur“ sollte hierbei Beachtung finden. Unberührt von den Vorgaben des Bayerischen Naturschutzgesetzes haben die betroffenen Landwirte nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowohl einen Unterlassungs- als auch einen Schadensersatzanspruch wegen der erfolgten Verunreinigung der landwirtschaftlichen Grundstücke und Kulturen.

 

Der allzu sorglose Hundespaziergang in der Feldflur kann für den Hundehalter also eine äußerst kostspielige Sache werden. Wir bitten daher alle Hundehalter darum, ihre Tiere in ihrem Grundstück auslaufen zu lassen oder den Hundekot auf Wegen und in fremden Grundstücken wieder mit nach Hause zu nehmen. Führen Sie sich die Auswirkungen, auch Sie selbst als Verbraucher, z. B. bei Gemüse- und Salatanbau, aber auch bei Wiesenflächen, die für die Milchproduktion als Grundlage genutzt werden, vor Augen und haben Sie Verständnis dafür, dass der Hundekot gerade in landwirtschaftlichen Grundstücken dazu führt, dass Erntegüter verunreinigt werden. Für die auf solche Art betroffenen Landwirte zieht dies erhebliche finanzielle Einbußen nach sich und für Sie als Verbraucher steht das Thema „Appetitlichkeit“ ganz sicher im Vordergrund.

 

Wir möchten Sie als Hundebesitzer deshalb bitten und an alle Hundehalter appellieren, die in der Natur Erholung suchen, das Betreten der Kulturen zu unterlassen und auf den vorhandenen Wirtschaftswegen zu bleiben.

 

 

Quelle: Bayerischer Bauernverband, Geschäftsstelle Nürnberg